Mittwoch, 5. Juli 2006

Good bye

Nun ist es also passiert. Das Unfassbare. Dabei wollten wir schon sagen "No no never" - verlieren wir gegen Italien. Doch auch für den Song gab es ja schon kein massenhaftes "Germany: 12 points". Nun müssen also unsere Klinsmänner nach Stuttgart in die trainerliche Backstube, um dort den 3. Platz zu backen. Berlin hingegen hätte was gehabt. Dort gibt es doch die berühmte "Berliner Weiße mit Schuß". Vielleicht hätte die geholfen. Schade, ich hätte es der Truppe gegönnt.

Was ich allerdings aus der Sicht der Kommunikation zu bemängeln habe, ist tiefergreifend. Spätestens mit dem Einzug in die K.O.-Runde machten sich in Deutschland die Spötter breit. Kein Wort mehr von "Zu Gast bei Freunden". Da wurde gnadenlos "Dann wein doch Argentinien" geträllert, ebenso wie später "11 kleine Italiener, die müssen heim nach Napoli" - schon vor den jeweiligen Spielen. Sogar die Radiostationen machten hierbei mit. "Man trifft sich immer zweimal im Leben" lautet ein geflügeltes Wort, doch dies wurde bei aller Euphorie um die schwarz-rot-goldenden Kicker verdrängt. Eine andere Metapher besagt "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein". Was sollte dieser beißende Spott und die maßlose Selbstüberschätzung? Wollte man die Selbstprophezeiung herbeireden? Warum die anderen schlecht und verächtlich machen? Kann man sich in Deutschland nicht einfach über die eigene Leistung freuen? Nun steht die Schadenfreude der anderen zu befürchten. Diese Kommunikation kann folglich nach hinten los gehen. Nehmen wir die entfachte Begeisterung, freuen uns und verbessern das Kommunikationsklima in Deutschland - und ganz nebenbei vielleicht auch das Wirtschaftsklima. Das wäre doch was, meint für heute ihr "Fanbeauftragter" Peter Wolff.

Montag, 26. Juni 2006

Dem Himmel so nah

Dass ein PR-Experte hin und wieder in eigener Sache öffentlich kommunizieren muss, soll vorkommen. Ein Beispiel solcher PR in eigener Sache konnte ich heute beim hessischen Radio-Sender Sky Radio abliefern. In ihrer Sendung "Tine bei der Arbeit" werden jeden Tag hessische Unternehmen als Superhitfirma vorgestellt. Neben der Ansage von vier Chart-Hits durfte ich mit Moderatorin Tine über mein Leben als Gründer der Marke "Rent a Pressereferent" plaudern und wie ich meinen Kunden, vorwiegend mittelständischen Unternehmen, Freien Berufen und Künstlern, zu guter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verhelfe. Bereits vor einem Jahr hatte ich Gelegenheit bei ihrer Vorgängerin "Jule bei der Arbeit" den Radiohörern hessenweit mein Unternehmen und meine Beratungsdienstleistung vorzustellen.

Wenn es in den nächsten Woche stiller auf diesem Blog werden sollte, kann es daran liegen, dass nun ganz Hessen auf meine PR-Dienste zurückgreifen will. Spaß beiseite, ein solcher Run entstand auch nicht im letzten Jahr nach dem Radiobeitrag. Doch auch hier gilt die alte Kommunikationsweisheit, steter Tropfen höhlt den Stein oder anders gesagt: Sich permanent ins Gespräch bringen, kann langfristig dazu führen, sich einen Namen oder ein Image aufzubauen bzw. dieses zu pflegen und sich und seine Dienste wieder in Erinnerung zu rufen.

Bis zum nächsten Mal. Aber auch Sie dürfen in der Zwischenzeit rufen: Nach "Ihrem Pressereferenten" Peter Wolff.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Auch Grüßen will gelernt sein - Fußball-WM und ihre kommunikativen doppelten Böden

3:0, Gruppensieg und Samstag gibts Schwedenhappen. Auch das ist eine kommunikative Botschaft in schwarz-rot-goldenen Zeiten. Nicht begeistert findet engine-Chefredakteur Matthias Meier jedoch die riesigen WM-Botschaftschilder an den Autobahnen "Die Welt zu Gast bei Freunden". Er findet es schade, dass keiner unserer WM-Gäste, mit Ausnahme der Schweizer, diese Botschaft versteht. Es sei denn, sie haben zu Hause schön brav ihre Deutsch-Lektion gelernt. Doch wer tut dies schon? Etwas wir, wenn wir auf dem Ballermann unseren Eimer bestellen. Doch natürlich, wir tun dies auch in Deutsch. Leider ist der Ballermann in Spanien und wir müßten folglich diese Sprache vor dem Urlaubsantritt lernen - zumindest die wichtigsten Konversationsfetzen. Also, warum keine Willkommensschilder in "Ausländisch"? Hessen geht voran. Deren Schilder sind ganz anders. Dort heißt es "Hessen: TOOOR zur Welt 2006". Ein Tor wer glaubt, Engländer oder Spanier wüßten was Tor oder gar Tooor heißt. Auch der Wortwitz der dahinter steckt ist ansteckend. (Fußball-) Tor und Tor (wie Portal, Eintritt) mitander wortlich zu verbinden fällt uns Ebbelwoi-Trinkern noch leicht (allerdings auch nicht mehr nach dem 10. Stöffche). Doch wie erklärt man diese Doppeldeutigkeit einem Figo, Cafu, Zidan oder deren Anhang? Wahrscheinlich, das vermutet auch Meier, liegen wir beide hier völlig falsch. Diese Schilder dienen dazu, uns Deutsche anzustacheln. Wir wissen doch, dass wir Feiermuffel sind. Bei solch einem Ereignis, wie der Fußball-WM, will man uns Deutsche Enthusiasmus, Euphorie und Glücksseeligkeit vermitteln. Mittels Schultafeln. Die sind heute allerdings nicht aus Schiefer, sondern ausgewachsene Plakatwände. Das hat aber seine Gründe: Wir sitzen ja heute nicht brav auf der (Auswechsel-) Bank, sondern müssen diese Infos bei Tempo 200 aufnehmen. Das Ergebnis dieser Aktion spricht Bildbände, die allerdings erst nach der WM ausgeliefert werden. Deutschland liegt im Freudentaumel. Und unser Bäckermeister Klinsmann will auf einmal gar keine kleinen Brötchen backen, sondern schickt sich an, unsere Gäste um ihre Gastgeschenke zu erleichtern, damit wir neben den Bildbänden später auch den Pokal in die Vitrine stellen können. Rundherum eine gelungene Kommunikation also, die nur nicht von jedem verstanden wird. Aber das kommt noch ...

Und wem meine Kolumne noch zu trocken ist, dem empfehle ich das musikalische Sambafeeling "Made in Hessen" aus meinem Kundenkreis. Werner Aurin schuf mit "Samba Alemán" einen WM-Ohrwurm, der das Ziel verfolgte, dass die deutschen Kicker auf dem Rasen Samba tanzen. Was soll ich sagen: Auch diese Kommunikationsaufgabe gelang. Zumindest bis zum Achtelfinale. Doch wir Kommunikationsprofis sind ausgewiesene Optimisten. Besser ein schwarz-rot-goldener Sommer als gar keiner, wünscht Ihnen heute ihr Kommunikationsfachmann Peter Wolff.

Samstag, 17. Juni 2006

Blog-Veranstaltungen

Statt neuer Kommunikations-Erkenntnisse vorzustellen, möchte ich heute auf drei Veranstaltungen in eigener Sache hinweisen. Es geht um das Thema Weblogs.

Am Donnerstag, 29. Juni, werde ich bei der IHK Koblenz/Connect über "Weblogs" referieren. Ort ist das IHK Bildungszentrum Koblenz, Josef-Görres-Platz 11 in Koblenz.
Am Montag, 24. Juli, in Zusammenarbeit mit IHK Wiesbaden und der Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im DJV-Hessen: "Webblogs Potenziale und Gefahren für die Unternehmenskommunikation" um 18:30 Uhr im Presseclub Wiesbaden (Villa Clementine), Wilhelmstraße 19, Wiesbaden.
Schließlich steht auch schon der 5. Oktober fest. Parallel zur Frankfurter Buchmesse findet vom 4.-06.10. auf dem Messegelände die 28. Online-Tagung der DGI statt. Am 5. Oktober werde ich um 11 Uhr in der Session 7 das Thema behandeln: "Zwischen Hype und Wunschdenken - Die neuen Kommunikationsformen Weblogs, RSS, Podcasting und Co". Mein Beitrag wird auch im Tagungsband veröffentlicht.

Soweit für heute die Blog-News in eigener Sache, Ihr PR-Experte Peter Wolff

Dienstag, 23. Mai 2006

Zeit für einen Communication-Burger?

Auf Grund eines Trauerfalls im engsten Familienumfeld lag die Kommunikation auf diesem Blog in den letzten vier Wochen still. Ich bitte um Verständnis und versuche Sie ab heute wieder mit News aus der Welt der Kommunikation zu versorgen.

In Bonn diskutierten im Mai Vertreter aus Forschung, Politik, Medien und Praxis wie moderne Ernährungskommunikation für junge Menschen auszusehen hat. Das Thema ist diffizil. Denn die meisten Kids wissen, dass Obst und Gemüse gesund ist, dennoch geht ihr Ernährungsverhalten meist in die andere Richtung. Wichtig erscheint den Experten, dass Eltern durch ein positiven Vorbildverhalten ein Leitbild etablieren, dass Kindern positive Erfahrungen beim gesunden Essen und Trinken verschafft. Daher sehen sie in den klassischen Kommunikationsansätzen, wie intensiver Elternarbeit in der Grundschule, sowie gemeinsamen Pausenfrühstücken ein Mittel diese positiven Effekte bei jungen Menschen zu erzielen. Neben der Aufklärung über gesundes Essen können deshalb auch Provokationen dazu führen, ein Umdenken einzuleiten, berichtet der WDR-Gesundheitscoach Dr. Stefan Frädrich. Ursula Horzetzky vom Bundesernährungsministerium wies darauf hin, dass bei einer sinnlichen Erfahrung wie dem Essen und Trinken kein schlechtes Gewissen erzeugt werden dürfe. In "gut" und "böse" zu unterteilen sei kontraproduktiv. Dies gelte es bei der Suche nach neuen Kommunikationsformen zu berücksichtigen. Wie sich Kommunikation ändere zeigt auf einer anderen Veranstaltung Prof. Dr. Peter Wippermann auf dem Trendtag in Hamburg. Nicht mehr die prominenten Werbeikonen seien künftig gefragt. Im Gegenteil, der Einfluss von Freunden und Netzwerken auf Entscheidungen jeder Art werde zunehmen. Warten wir also die neue Generation der Netzwerker ab oder professionalisieren wir nicht lieber unsere eigene Kommunikation, fragt für heute ihr PR-Experte Peter Wolff?

Suche

 

In eigener Sache: Empfehlenswerte Lektüre


Peter Wolff
Die Macht der Blogs



Hg.: Marlies Ockenfeld/1 Beitrag über Weblogs von Peter Wolff
Content - DGI-Proceedings-Band 8


Jahrbuch ´07 des Rheingau-Taunus-Kreis (Peter Wolff (2 Beiträge))


Peter Wolff (2 Beiträge)
Jahrbuch ´06 des Rheingau-Taunus-Kreis

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

deutsche Arbeitskultur
Mit Blick auf die Furcht vor Arbeitslosigkeit, die...
La_Stella86 - 25. Feb, 18:10
Ich bin hier - und Du...
So könnte überspitzt formuliert ein Zustand beschrieben...
peterwolff - 26. Sep, 15:02
Sprachlos überzeugen...
Wenn jetzt schon Fernsehsender, wie gestern das ZDF...
peterwolff - 18. Sep, 20:36
Zurück am Blog
Anders als manche vermuten, sah ich mich nie als ausschließlicher...
peterwolff - 4. Apr, 11:27
Peter Wolff ein Experte?
Das Buch "Die Macht der Blogs" strotzt nur so von Fehlern,...
sophisticated - 14. Feb, 16:52

Status

Online seit 7320 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 25. Feb, 18:10

Credits


Impressum
Kolumne
Kommunikation
Politikkommunikation
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren